KI ist schon im Rentenalter und längst im Alltag angekommen
Entdecke, wie KI bereits dein Leben prägt — ohne dass du es merkst
Wer die Antwort zu oft der KI überlässt, wird irgendwann nicht mehr merken, wenn sie sich irrt.
Nutze KI als Werkzeug und werde nicht zum Werkzeug von ihr.
KI-Kenntnis in der Schweiz
Künstliche Intelligenz ist längst da. Nicht irgendwo in Forschungszentren oder bei grossen Konzernen. Sie ist in deinem Alltag angekommen: in deinem Smartphone, im Auto, Fernseher – überall. In den Gesprächen, die du führst, per Mail oder Video. Trotzdem wirkt sie wie ein unbezwingbarer Berg, weil es verblüfft und erstaunt. Das erste Mal seit wir die Sprache entwickelt haben, hat ein anderes Wesen als der Mensch dies erlernt und kann dies eigenständig wiedergeben. Das ist faszinierend und widerspenstig zugleich.
Die gute Nachricht: Genau deswegen brauchst du für den Einstieg keine Programmierkenntnisse, keine Tech-Karriere, keinen IT-Titel. Mit der steigenden Erfahrung wirst du den sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Umgang richtig einschätzen können. Und genau das ist wichtig!
Ebenso wie soziale Fähigkeiten, weil nach Jahren mit Fokus auf Computerarbeit alleine vor dem Bildschirm die Möglichkeit haben, wieder mehr Fokus auf Menschlichkeit zu setzen. Um dich darauf vorzubereiten, musst du nur eines machen: anfangen.
Zunehmend wichtig
- Analytisches und kritisches Denken
- Systemdenken und komplexes Problemlösen
- Kreatives Denken
- Neugier und lebenslanges Lernen
- Belastbarkeit, Flexibilität und Agilität
- Führung und sozialer Einfluss
- Empathie und aktives Zuhören
- Technologische Kompetenz
Abnehmende Bedeutung
- Lesen, Schreiben, Mathematik
- Manuelle Geschicklichkeit
- Programmierung (für Nicht-Spezialisten)
- Qualitätskontrolle
- Aufmerksamkeit für Details
Dabei geht es nicht nur um unsere Arbeit. Auch unser Alltag wird auf den Kopf gestellt. Kinder fangen vor dem Schreiben an, über die Sprachsteuerung den Fernseher einzuschalten und das Tablet zu bedienen. So werden sie schneller autonom und selbstständig. Sie lernen den Umgang einfacher und schneller. Verstehen tun sie es jedoch nicht. Wir haben die Verantwortung die nächste Generation anzuleiten, denn sie können nicht abschätzen, ob es gut oder schlecht ist. Dafür müssen wir es begreifen. Jeder einzelne von uns.
Technologie kann dir Zeit schenken...
Technologie kann dir Zeit schenken
Wofür nutzt du die gewonnene Zeit?
KI kann die Zeit sparen. Während die grossen Anwendungsfälle in der Wirtschaft noch gesucht werden, sind es oft die kleinen Dinge im Alltag, wo sie bereits effektiv hilft: beim Zusammenfassen von Texten, beim Schreiben von Mails, beim Planen von Reisen, bei Recherchen oder beim Erstellen von Protokollen. Die spannende Frage lautet: Wofür nutzt du diese gewonnene Zeit?
Vielleicht für dich. Vielleicht für deine Familie. Vielleicht für Dinge, die dir Spass machen. Du hast die Wahl.
In der Schweiz arbeiten wir im europäischen Vergleich besonders viel. Nicht unbedingt, weil wir müssen, sondern weil es einfach so läuft. Weil «viel zu tun» oft als normal gilt. Ich will dir kein neues Arbeitssystem predigen. Ich will dir nur sagen: Du darfst die Zeit, die dir Technologie schenkt, auch für dich selbst nutzen. Für Erholung, für Neues, für Projekte, die dir Freude machen.
Denn genau das ist bisher passiert: Jede neue Technologie hat unsere Produktivität gesteigert, aber kaum jemand hat weniger gearbeitet. Die gewonnene Zeit wurde nicht genutzt, um zu leben – sondern um noch mehr zu leisten. Das nennt sich der Rebound-Effect.
Wir sind heute mental am Limit. Alles dreht sich schneller und soll noch schneller werden. Jetzt wäre der Moment, innezuhalten. Nicht um die Welt noch effizienter zu gestalten, sondern um sie menschlicher zu machen. Die wahre Chance liegt nicht darin, durch KI mehr zu schaffen – sondern darin, gleich viel mit weniger Aufwand zu erreichen.
Denn am Ende sind wir soziale Wesen. Wir brauchen echte Verbindung, Gespräche mit Tiefe, gemeinsame Erlebnisse. Beziehungen sind kein Beiwerk unseres Lebens. Wenn KI uns etwas abnimmt, dann nicht, um mehr zu schaffen, sondern um mehr Mensch zu sein.
Wann sollst du KI einsetzen?
Wann KI einsetzen
Nicht für alles eine Abkürzung nehmen
Ohne Hilfsmittel
Hohe Gehirnaktivität
Mit Suchmaschine
Mittlere Gehirnaktivität
Mit KI
Niedrige Gehirnaktivität
Unser Gehirn ist wie ein Muskel. Wird es nicht genutzt, dann verkümmert es. Es ist wie beim Wandern. Eine KI ist die Seilbahn auf den Gipfel. Dabei erleben wir den Aufstieg nicht und uns fehlt eine Erfahrung. Dafür kommen wir vielleicht auf einen Gipfel, den wir sonst nie besteigen könnten. Wir können auch mehr Gipfel besteigen. Immer mehr Aussichten geniessen und würden nie genug bekommen. Wollen wir das? Sagen wir Menschen nicht immer wieder, dass der Weg das Ziel ist?!
Ich glaube ja. Das heisst für mich, dass wir nicht für alles eine Abkürzung mit KI nutzen müssen. Wir sollten uns immer wieder bewusst für und gegen den Einsatz entscheiden. In stressigen Zeiten werden wir geneigt sein, mehr Abkürzungen zu nehmen. Was, wenn wir den Stress durch den bewussten und unterstützenden Einsatz verhindern könnten?
Zum Beispiel, um eine andere Struktur in eure Texte zu bekommen, anstatt sie komplett schreiben zu lassen. Gebt Kontext, indem ihr euer Wissen und eure Persönlichkeit hinein gebt.
KI als Erweiterung deiner Fähigkeiten...
KI als Erweiterung
KI ergänzt dich. Sie ersetzt dich nicht.
Vielleicht hast du schon Schlagzeilen gelesen: «KI ersetzt Jobs» oder «KI übernimmt die Welt.» Solche Geschichten schüren Ängste und blenden oft mit Marketing-Hype. Die Realität ist viel nüchterner: KI ergänzt dich. Sie ersetzt dich nicht. Aber dazu braucht es dich.
Ich persönlich sehe die Entwicklung ähnlich wie damals in der industriellen Revolution. Zwar bin ich zu jung, um dabei gewesen zu sein, jedoch haben maschinelle Spinnräder und Webstühle es ermöglicht, viel mehr Faden und Stoff herzustellen. Die Mitarbeitenden an den Maschinen mutierten zu Überwachern. Hatten Sie diese Erfahrung als Schneider:in oder ähnlich, hatten sie vermutlich den besseren Output.
Ähnlich wird es bei KI sein. Unsere Büroarbeitenden mutieren zu AI-Operations-Manager:innen, die Input geben, den Output überwachen und bei Bedarf in den Prozess eingreifen.
Künstliche Intelligenz kann dir lästige Routineaufgaben abnehmen. KI kann dir Vorschläge machen. Ideen liefern. Aber die Entscheidungen, die Weisheit und die Haltung – die bleiben bei dir. Du solltest keine Angst vor KI haben, aber du brauchst Offenheit und Lernbereitschaft.
Sie liefern enorm viel Output in sehr wenig Zeit, verbrauchen aber unzählige Ressourcen. Unser menschliches Hirn hingegen ist weitaus effizienter. Wir sind zwar langsamer, brauchen aber auch nur einen Bruchteil der Energie. Das heisst, was eine KI kann, kann auch ein Mensch. Wir bräuchten einfach länger.
Warum? Weil KI auf einer riesigen Menge an Daten basiert und diese Daten gefühlt in Lichtgeschwindigkeit verarbeiten kann. Nicht weil sie besser denkt, sondern weil sie mehr verarbeiten kann. Nicht weil sie kreativ ist, sondern weil sie gelernt hat, Muster zu erkennen und Zusammenhänge zu liefern, bevor du überhaupt zu Ende gedacht hast.
Was sind Deepfakes und warum sind sie gefährlich?
Deepfakes
Wenn Echt und Fiktion verschwimmen
Auf sozialen Medien reden plötzlich Bigfoot und Yeti miteinander, springen Fallschirm oder fahren Auto. Sieht verblüffend echt aus. Kann das wirklich wahr sein? Spätestens jetzt sollten wir uns aktiv mit KI auseinandersetzen.
KI integriert sich in unser Leben, ohne dass wir es immer merken. Doch wir müssen uns der potenziellen Fallstricke bewusst sein: Was passiert, wenn jemand ChatGPT um Rat fragt, eine falsche Antwort bekommt und diese weiterverbreitet? So entstehen nicht nur Missverständnisse – sondern potenziell neue Realitäten.
Genau wenn generative KI Bilder, Audio und Video so realitätsnah erzeugt, dass wir Echt von Fiktion nicht mehr unterscheiden können (Deepfakes)? Dies wirft enorme ethische Fragen auf, die das Vertrauen in Medien und Information grundsätzlich erschüttern können.
Gefahr durch fehlende Medienkompetenz: Es gibt Chatbots, die zum Suizid auffordern oder den Holocaust leugnen. Wenn das an jemanden gerät, der Echt von Technologie nicht unterscheiden kann, wird es sehr gefährlich.
Wenn wir nicht hinschauen und uns kritisch damit auseinandersetzen, wird KI nicht nur Teil der Gesellschaft, sie prägt sie. Und zwar nicht durch ein grosses Ereignis, sondern durch viele kleine, kaum bemerkte Momente. Unaufhaltsam, deshalb müssen wir es verstehen, uns dessen bewusst werden, um es zu gestalten.
Digitale Empathie – Fluch oder Segen?
Digitale Empathie
Wenn Maschinen menschlicher wirken als Menschen
Ob ein Mensch oder eine Maschine bei einem Chat auf der anderen Seite ist, kann mittlerweile niemand mehr so richtig sagen. Im Kundendienst wird, vorausgesetzt sie funktioniert, eine digitale Version von Kunden heute schon oft bevorzugt, weil sie als effizienter und konsistenter wahrgenommen wird und den Eindruck von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft vermitteln kann.
In der Medizin haben sogar erste Testversuche gezeigt, dass KI-Chatbots Ärzte bei der Diagnose unterstützen und dabei sogar empathischer wahrgenommen werden können.
AI Backlash bereits sichtbar: Duolingo und Klarna, zwei Unternehmen, die früh auf AI gesetzt haben, bekommen es hart zu spüren. Beide haben mit ihrer AI-First-Strategie zu kämpfen und rudern zurück.
Bereits jetzt wird ChatGPT schon häufig als Therapeut oder Coach im privaten Umfeld eingesetzt. Gefährlich ist das, weil dem System nicht einmal egal ist, was es bei dir auslöst. Es hat keine Gefühle und kein Verantwortungsbewusstsein. Dennoch vermenschlichen wir es zum Teil, gerade auch durch den Begriff «künstliche Intelligenz».
Lernen & Verstehen – 16 Minuten am Tag
Lernen & Verstehen
100 Stunden für die Zukunft
Damit wir verstehen, dass es nicht empathisch ist, dass es nicht intelligent ist, müssen wir es nutzen. Man sagt, man braucht 100 Stunden, um etwas Neues zu lernen. 100 Stunden klingt erstmal viel. Aber wenn du's runterbrichst: 16 Minuten am Tag. Beim Tee (sorry, ich trinke keinen Kaffee). Auf dem Sofa. Im Zug.
In dieser Zeit kannst du:
- ChatGPT Fragen stellen
- Ein KI-Bild generieren
- Ein YouTube-Tutorial anschauen
- Eine Recherche starten
- Ein Tool für deine Arbeit testen
Jede Minute bringt dir ein bisschen mehr Klarheit, mehr Verständnis, mehr Souveränität. Und irgendwann stellst du fest: Du kannst es. Und du nutzt es schon ganz selbstverständlich.
Was ist AI Literacy?
AI Literacy beschreibt KI-Kompetenz als die Fähigkeit und Bereitschaft zu einem sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Handeln in Bezug auf KI-Technologien:
- KI-Wissen: Verständnis der Funktionsweise von KI-Anwendungen
- KI-Kritik und KI-Nutzung: KI-Anwendungen kritisch reflektieren, kollaborativ und kontextbezogen nutzen
- KI-Entwicklung: KI-Anwendungen gestalten und entwickeln
Du brauchst kein grosses Ziel. Du brauchst nur anzufangen. Und du brauchst das Bewusstsein, das anderswo längst gemacht wird: In China wird KI ab 2025 auf der Primarschulstufe unterrichtet. Aber während der Abschlussarbeiten wird in ganz China KI abgestellt. Und wir zögern noch, dort werden Grundlagen gelegt!
Nicht zur Effizienzsteigerung, sondern zur aktiven Gestaltung der Zukunft. Denn darum geht es. Es geht nicht darum, nur Rezepte erstellen zu lassen, sondern sich damit auseinanderzusetzen und zu hinterfragen. Jetzt ist der Einstieg einfach, je länger wir warten, desto schwieriger wird es.
Die Schweiz – Innovation braucht Mut
Die Schweiz
Nummer 1 in Innovation – aber bereit für KI?
Die Schweiz gehört zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Wir haben eine starke Infrastruktur, exzellente Bildung und sind seit 2010 unangefochtene Nummer 1. Doch in Sachen Technologie hinken wir hinterher – uns fehlen die strategisch entscheidenden Patente. Was bringt uns die E-Gitarre oder der Sparschäler, wenn die Weltwirtschaft digital dominiert wird?
Die ETH und EPFL haben sich zu Beginn der Swiss AI Initiative die Zähne ausgebissen Daten fürs Training zu bekommen.
Gerade weil wir ein kleines Land sind, müssen wir umso mutiger in neue Technologien investieren. Künstliche Intelligenz ist dabei kein exklusives Forschungsthema mehr – sie ist über die natürliche Sprache für alle zugänglich. Das heisst: Jede und jeder kann damit experimentieren. Und genau das ist unsere Chance.
Die Voraussetzungen dafür sind ideal. Jetzt braucht es eben Offenheit, Initiative und ein bisschen Mut.
Wir leben in einem Land mit guter Bildung, viel Innovationskraft und starken Netzwerken. Das heisst: Die Chancen sind da. Du musst sie nur nutzen. Und das geht ganz einfach, zum Beispiel:
- Reiss Barrieren ein und arbeitet zusammen
- Probiert ein KI-Tool aus, das Spass macht
- Frag KI, wie du dich in etwas verbessern kannst
- Experimentiere mit einem Bild- oder Video-Generator
Mach es spielerisch. Mach es entdeckungsfreudig. Mach es für dich. Denn so wirst du nicht einfach Konsument, werde Mitgestalter. Nicht das Tool macht den Unterschied, sondern wie du es nutzt.
Politik – Regeln für eine faire KI-Zukunft
Politik
Klare Regeln statt Verbote
Wir müssen auch politisch aktiv werden. Es braucht klare Regeln und Deklarationen, nicht als Verbote, sondern als verständliche Leitlinien, die Menschen schützen und eine ethische Entwicklung von KI sicherstellen. Man sollte sich ein Beispiel an Dänemark nehmen, wo man das Recht auf sein Aussehen und seine Stimme schützen kann.
Es muss verhindert werden, dass eine KI Vorurteile durch einseitige Trainingsdaten hat. Das zu lösen wäre mit einem zentralen Datensatz möglich. Aber eine zentrale KI, die alle Daten hat, um Bias zu verhindern, ist in einer kapitalistischen Welt undenkbar.
Wir in Europa geben zu viele Daten und damit Macht ab.
Wir in Europa brauchen mehr Autonomie und Souveränität. Das bedeutet, dass Politik und Wirtschaft dringend Forschung und Bildung im Bereich KI fördern müssen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und eine humane, europäische KI-Entwicklung voranzutreiben. Wir brauchen mehr Geschwindigkeit, um Schritt halten zu können und nicht überfordert zu sein, wenn die anderen zu schnell sind.
Bildungssystem – Umdenken statt Verbieten
Bildungssystem
Kritisches Denken fördern statt KI verbieten
Der Lehrplan21 nimmt gerade erst Einzug und schon wieder muss etwas überarbeitet werden?! Das alles immer schneller wird, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre, nicht nur im Bereich der künstliche Intelligenz.
Wir können nun auf Detektionssysteme setzen, die Versuchen, zu erkennen, wann KI in einer Prüfung genutzt wurde. Das wird schlussendlich zum Katz-und-Maus-Spiel. In dem Moment, wo die KI es erkennt, zieht die KI nach. Oder müssen Wasserzeichen in KI-generierten Inhalten eingebaut werden? Auch das lässt sich global nicht realisieren.
Diese Reflexion beinhaltet, was es gebraucht hätte für ein besseres Ergebnis. So etwas fordert das kritische Denken, den Umgang mit der KI und dem Fachthema.
Der Umgang mit Technologie wird immer wichtiger und zu einem wichtigen Element in der sozialen Gesellschaft. Je früher wir den Umgang damit bewusst lehren und fördern, umso besser. Das bedeutet nicht komplett daraufzusetzen und den ganzen Unterricht zu digitalisieren und Kinder möglichst im Kindergarten an ein Tablet zu setzen. Sondern ein Baustein in der Bildung sollte der spielerische Umgang mit KI sein. Sei das nur indem man Zeichnungen von Kindern zum Leben erweckt.
Ethik wird eklatant wichtig. Genauso steigt das Risiko für Mobbing und Cyberangriffe. Menschliche Grundwerte und das soziale Miteinander durch die Stärkung von Beziehungen sollten mehr Platz erhalten, um solche Risiken zu vermeiden.
Urheberrecht – Wem gehört der Output?
Urheberrecht
Neue Regeln für eine neue Realität
Hören wir eine Melodie, sehen wir ein Bild beim Museumsbesuch, lassen uns von einem Text inspirieren, dann müssen wir beim Erschaffen eines Werks die Quelle angeben, sofern wir diese direkt oder indirekt verwenden. Manchmal ist gar nicht möglich, dies nachzuvollziehen. Vielleicht hat es uns ja nur unterbewusst beeinflusst. Es wird sehr schwer das zu belegen, wenn es nicht eins zu eins erkennbar ist.
Ein generatives KI Modell macht grundsätzlich keine Quellenangaben, egal ob bei direkten Zitaten oder indirekten Quellen. Ausser man setzt explizite Funktionen, wie die Suche ein, die das ermöglichen. Da man aber technisch in der Lage ist die Quelle zu finden, diskutiert man darüber, ob es eine Urheberrechtsverletzung darstellt oder nicht? Das wäre ja, also würde man ans Hirn eines Menschen andocken und seine Gedanken lesen.
Werden aber Daten der Nutzenden verwendet, lässt sich das auch nicht mit Uploadfiltern regeln. Zum einen bedeutet das, dass Ersteller belohnt werden sollen. Aber auch, dass man seinen Stil lizenzieren lassen sollte. Professionelle Sprecher könnten ihren Stimmabdruck abgeben und für jede Nutzung bezahlt werden. So könnte ein neues Ökosystem entstehen.
Auf der anderen Seite sollten erstellte Werke mit KI auch schützbar sein, sofern der Input in einem angemessenen Verhältnis steht. So ebnen wir ebenfalls den Weg für einen neuen Zweig, der aktuell eine reine Grauzone ist.